Lebensweisheit über Abhängigkeit als Gedicht
Geschrieben von Lebensweisheiten | Kategorie Gedichte | Publiziert am 29. Mai 2011
3
Heute veröffentliche ich eine Art Lebensweisheit meines Vaters, die er vor einigen Jahren in Gedichtsform niedergeschrieben hat. Jeder Mensch lebt in einer gewissen Abhängigkeit. Es gibt niemanden auf der Welt, der völlig unabhängig ist. Abhängigkeit kann auch in gewisser Weise auf Gegenseitigkeit beruhen. Nehmen sie als einfachstes Beispiel ihren Arbeitgeber. Sie sind von ihm und seinem Unternehmen abhängig. Er wiederum ist von ihnen bzw. von all seinen Mitarbeitern abhängig, damit sein Unternehmen überhaupt läuft. Und so gibt auch noch viele andere Lebenssituationen, in denen Menschen in einer Abhängigkeit leben.
Man soll sich nicht in Abhängigkeit begeben,
zumeist kompliziert sie unnötig das Leben,
Abhängige können sich nur selten wehren,
trotzdem lassen sie sich nur ungern belehren.
Irgend wie abhängig zu sein ist zwar die Norm,
es fragt sich aber von wem und in welcher Form,
manchmal ist sie größer, manchmal ist sie kleiner,
sich davon freisprechen, kann wohl kaum einer.
Als Abhängiger wird man herumkommandiert,
schamlos ausgenutzt, erniedrigt und schikaniert,
man wird für minderwertig und dumm gehalten,
für viel zu weich, um sein Leben zu gestalten.
Der Abhängige unterliegt ständig dem Zwang,
er bleibt ein hilfloser Sklave, sein Leben lang,
sich zu befreien hat er nur selten den Mut,
es wird sich nie ändern, wenn man nichts tut.
Man kann natürlich über den Zustand lachen,
versuchen, das Beste daraus zu machen,
die Lösung ist nicht, mutlos zu resignieren,
sondern Abhängigkeit richtig zu definieren.







Jetzt mal ganz abgesehen vom Inhalt – da ist ja ein Wahnsinns Rhythmus in der Sprache. Kann mir das direkt vorstellen von so einem jungen Hip Hopper oder einem Slam Poeten vorgetragen.
Ganz schön peppig…
Lieber Oliver, ich habe mich über Deinen Eintrag gefreut, wobei die Ernsthaftigkeit Deiner Erarbeitung des Themas “Lebensweisheiten” bewundernswert ist. Von mir lediglich die humoreske Seite dieses Gebietes gestreift wird…ich bin und bleibe eben ein “poetischer Spötter und Freigeist”…Dank an Dich und viel Spass mit deiner Aufgabe…Gerd
[...] ich seine Meinung bezüglich Freundschaft schon lange vorher kannte. Da ich der Meinung bin, dass in diesem schönen Gedicht sehr viel Wahrheit steckt, wollte ich es euch nicht [...]